
30. Oktober 2026
DEG besiegt auch Kassel – 2:1 nach Verlängerung!
Endergebnis · 30.10.2026
DEG
ECK| DEG | Statistik | ECK |
|---|---|---|
| 26 | Schüsse auf Tor | 28 |
| 53,3% | Faceoff % | 46,7% |
| 0% | PowerPlay % | 16,7% |
| 0 | Unterzahltore | 0 |
| 12 | Strafminuten | 16 |
Sieg in der Overtime
Die Düsseldorfer EG hat auch ihr Heimspiel gegen die Kassel Huskies gewonnen! Sie besiegte die Hessen mit 2:1 (1:0, 0:0, 0:1, 1:0) nach Verlängerung. Es war ein dramatisches und stets hochklassiges DEL2-Spiel zweier starker Teams, die unbedingt gewinnen wollten. Die mehr als 7.150 Zuschauer erlebten einen tollen Eishockey-Abend im PSD BANK DOME!
Der Kader: Die DEG heue ohne Erik Bradford, der nach einer Unterkörperverletzung erst nach der Deutschland Cup-Pause zurückkehren wird und ohne Kevin Orendorz, der seinem Team wegen einer Oberkörperverletzung zehn bis zwölf Wochen nicht zur Verfügung stehen wird. Im Tor stand Niklas Lunemann, Backup war Max Vollmeier. Die Keeper-Kollegen Jonas Langmann und Leon Hümer befinden sich im Aufbautraining.
Das Spiel: Zu Beginn der Begegnung hatten beide Teams zunächst etwa gleich viele Spielanteile. Die erste Großchance des Abends gehörte dann der DEG: Nach tollem Zuspiel von Ville Järveläinen verpasste Brett Kemp in der vierten Minute am langen Pfosten nur knapp. Wenig später spielten Corey Mackin und Carter Turnbull einen Konter etwas zu ungenau. Aber auch Kassel mit starken Szenen, beispielsweise mit dem den Ex-Düsseldorfer Brendan O’Donnell, der vor Spielbeginn von den Zuschauern freundlich begrüßt worden war. Nach und nach erspielte sich der Tabellenführer ein stärkeres Übergewicht. Aber Fabian Herrmann mit einem schönen Alleingang und Carter Turnbull mit einem geblockten Schuss konnten Gäste-Keeper Philipp Maurer nicht überwinden. In der 13. Minute dann die Rot-Gelben mit zu vielen Spielern auf dem Eis, also 120 Sekunden in Unterzahl. Und dabei wurde es spektakulär. Angeführt von Kassels Top Scorer Matt White fanden die Gäste sogleich ihre Formation und deckten Lunemann mit gefährlichen Schüssen ein. In den letzten Sekunden des Powerplays waren die Huskies gleich mehrere Male nahe am Führungstreffer, aber immer wieder warfen sich Lunekann, Niederberger und Co in die Schüsse. So überstand die DEG diese Situation. Wenig später dann die Düsseldorfer Führung! Andrew Bodnarchuk kurvte von rechts Richtung Tor, sah den heranstürmenden Noah Münzenberger, und der „Kölner“ schob ein. Das 1:0 bei 16:02! Die zweite Vorlage bekam Järveläinen. Weitere Treffer fielen bis zur Pause – trotz guter Möglichkeiten auf beiden Seiten – nicht mehr.
Das zweite Drittel hatte zunächst ein besonderes Unterzahlspiel als Mittelunkt – und was für eines. Nahezu volle zwei Minuten war das Team von Chefcoach Harry Lange gleich zwei Mann weniger. Herrmann und Tariq Hammond saßen draußen. Fast 120 Sekunden rollte Angriff auf Angriff auf Lunemann zu, aber der Schlussmann der DEG war oben, unten, überall. Die Halle feierte den Keeper ausgelassen. Aber auch seine drei Mitspieler zeichneten sich aus, warfen sich in Schüsse und kämpften um jeden Zentimeter. Wenig später noch eine „einfache“ Überzahl der Hessen, aber auch diese überstanden die Gastgeber. Davor, dabei und danach Kassel mit vielen kleinen, großen und sehr großen Chancen auf den Ausgleich. Immer wieder White auf O’Donnell, der von seiner geliebten Position auf halblinks gleich mehrmals Male abzog – aber Lunemann jedes Mal zu Stelle. Wohl selten zuvor in dieser Saison hatte die DEG die Pausensirene so herbeigesehnt wie nach diesem zweiten Drittel. Nach wie vor stand es 1:0 für ein kämpferisches Rot-Gelb!
Auch im Schlussabschnitt gab es eine frühe Strafe gegen die DEG, erneut traf es Herrmann wegen Beinstellen. Und – oh je – es folgte sogleich eine weitere gegen Hammond wegen Spielverzögerung. Erneut 96 Sekunden doppelte Unterzahl. Und dieses Mal trafen die Huskies. Bei 41:15 war es schließlich O’Donnell, der Lunemann von „seiner“ Position aus mit einem strammen Schuss überwinden konnte. 1:1 und die DEG weiter mit einem Spieler weniger. Kassel allerdings zehn Minuten ohne O’Donnell, der bei seinem Jubel eine zehnminütige Disziplinarstrafe wegen unsportlichem Verhalten kassiert hatte. Es war eben viel los in diesem hochklassigen Spiel. Wenig später nun die DEG im Powerplay, aber Turnbull und Jason Bast scheiterten an Maurer. In der 51, Minute plötzlich Brett Kemp alleine gegen Maurer, aber der Kassel-Keeper blieb Sieger. Beide Teams wechselten sich mit Offensivszenen ab. Für die DEG zielten Kemp, Faber und Mackin knapp vorbei, auch Kassel war stets gefährlich. Ein weiterer Treffer lag jederzeit in der Luft. Zwei Minuten vor dem regulären Ende ein Pfostentreffer für Kassel durch Darren Mieszkowski – die DEG hier im Glück. So gingen diese faszinierendes 60 Minuten zu Ende und es ging in die Verlängerung.
In der Overtime fand ein großartiges Spiel ein großartiges und schnelles Ende: Carter Turnbull nahm sich die Scheibe am eigenen Tor, zog nach vorne, um das Tor herum, dann fand er plötzlich freiem Raum – zog ab – und Tor! Der 2:1-Siegtreffer bei 60:19 (Vorlagen Faber und Mackin). Fazit: Zwei Punkte für die DEG. Ein echtes Spitzenspiel findet einen glücklichen, aber nicht unverdienten Sieger!
Der Ausblick: Sonntag reist die DEG noch einmal zu den Eispiraten Crimmitschau (17:00 Uhr), danach beginnt die Deutschland Cup-Pause. Weiter geht es dann am 13. November in Memmingen, die nächsten Heimspiele sind am 15. November gegen Ravensburg und zwei Tage später, am 17. November, gegen die Starbulls Rosenheim. Tickets jederzeit unter www.degtickets.de!



















