Bittere 2:4 Heim-Niederlage gegen die Lausitzer Füchse

Siegesserie beendet
Die Düsseldorfer EG muss eine bittere Heim-Niederlage gegen die Lausitzer Füchse hinnehmen. Trotz zwei spielbestimmender Drittel, nach denen die DEG mit zwei Toren führen konnte, kamen die Gäste im Schlussabschnitt eindrucksvoll zurück und drehte das Spiel mit vier Toren zum 2:4 Endstand (2:0, 0:0, 0:4).
Nach zuletzt vier Siegen in Folge wollte die DEG heute an die jüngsten Erfolge anknüpfen. Dafür setzte Chefcoach Harry Lange größtenteils auf dieselbe Aufstellung wie zuletzt in Rosenheim. Lediglich Lucas Lessio ersetzte Erik Brown in der zweiten Sturmformation, zudem rotierte Niklas Lunemann für Ryan Bednard zwischen die Pfosten.
Das Spiel begann mit einer druckvollen DEG. Die ersten Chancen hatten Max Faber von der blauen Linie sowie Niederberger im Nachschuss. Auch danach hatte die DEG mehr Spielanteile als die Gäste und erspielte sich einige gute Chancen. In der achten Spielminute fiel dann das erste Tor der Partie: Kevin Marx Norén kam in der neutralen Zone an die Scheibe, legte sie sehenswert über die Bande an einem Lausitzer Verteidiger vorbei und netzte anschließend mit einem platzierten Schuss in den kurzen Winkel zum 1:0 ein (7:18; ohne Assist). Kevins zweites Tor am Wochenende, nachdem er bereits am Freitag in Rosenheim zur wichtigen 3:1-Führung getroffen hatte. Kurz darauf folgte die nächste Top-Chance für die heute blau gekleideten Rot-Gelben. Ture Linden legte mit einer schönen Ablage auf den im Rückraum heranfahrenden Emil Quaas, der jedoch Lausitz-Goalie Lennart Neiße nicht überwinden konnte. Die erste Unterzahlsituation der Partie, als Sten Fischer auf die Strafbank musste, verteidigte die DEG souverän. Auch in der direkt darauffolgenden zweiten Unterzahl ließ sie keine gefährlichen Situationen zu. Im Gegenteil: Als Emil Quaas gerade zurück aufs Eis kam, war es Lucas Lessio, der mit einem beherzten Forecheck einen Puckverlust der Lausitzer provozierte. Yushiroh Hirano kam frei vor dem Tor an die Scheibe und schob nach einer Körpertäuschung zum 2:0 ein (16:55; Assist Lessio). Nach einem starken Dritten ging es mit einer Zwei-Tore-Führung in die erste Pause.
Das zweite Drittel begann mit einer weiterhin spielbestimmenden DEG. Schüsse von Hirano, Linden, Geitner, Boos und Maginot hätten dabei durchaus zum Erfolg führen können. Die Gäste aus Weißwasser kamen hingegen durch John Broda gefährlich vor DEG-Goalie Lunemann. In der zweiten Hälfte des Drittels agierte die DEG-Defensive etwas nachlässiger, sodass die Lausitzer Füchse mehrfach in gefährliche Schusspositionen kamen, ohne jedoch zu zwingenden Abschlüssen zu gelangen. In dieser Phase glichen sich beide Mannschaften weitestgehend aus. Gegen Ende des Drittels war es dann wieder die DEG, die sich mehr Spielanteile erarbeitete. Dabei brachte einmal mehr die vierte Sturmformation viel Energie aufs Eis – seit einigen Spielen zeigen Norén, Hofmann und Münzenberger starke Leistungen. Weitere Tore wollten jedoch nicht fallen. Mit einer 2:0-Führung ging es somit auch in die zweite Pause.
Früh im dritten Drittel musste erneut ein DEG-Spieler auf die Strafbank – bereits das vierte Unterzahlspiel der Partie. Auch diese Situation verteidigte die DEG zunächst gut. Als eine im Fangnetz geglaubte Scheibe jedoch zurück aufs Eis sprang, stand Ian Scheidl nach einem schnellen Zuspiel allein vor Lunemann und konnte diesen mit einem Rückhandschuss überwinden (44:46; Assist: Brady). Die Gäste aus Weißwasser waren nun deutlich besser im Spiel und kamen folgerichtig zu mehreren gefährlichen Angriffen. Und gerade als sich die DEG wieder etwas stabilisieren konnte, war es Lausitz-Verteidiger Hjorth, der mit viel Geschwindigkeit in die Düsseldorfer Verteidigungszone fuhr und Lunemann mit einem sehenswerten Schuss überwand (49:49; Assists: Kretzschmar und Breitkreuz). Nun war die DEG gefordert und musste aufpassen, das Spiel nicht aus der Hand zu geben, kam Weißwasser jetzt doch zu immer mehr gefährlichen Aktionen. Vier Minuten vor dem Ende erhielt die DEG schließlich ihr erstes Powerplay der Partie. Zwei Minuten Offensivdruck, gute Kombinationen und zahlreiche Abschlüsse – doch der Puck wollte nicht ein drittes Mal über die Linie. Ganz im Gegenteil: Auf der anderen Seite kassierte die DEG den späten Schock: Clarke Breitkreuz schob die Scheibe bei nur noch 65 verbleibenden Sekunden an Lunemann vorbei ins Tor. Die Szene wurde noch einmal per Video überprüft – der Puck war zuvor zwar noch von der Linie gekratzt worden, hatte diese jedoch vollständig überquert. Damit gingen die Gäste erstmals in Führung. Die DEG zog anschließend den Torhüter und drängte nochmals auf den Ausgleich, doch dieser sollte nicht mehr fallen. Stattdessen konnte Broda für die Füchse noch zum 2:4 ins leere Tor einschieben (59:33; Assist Tripcke).
Fazit: Eine ganz bittere Pleite am Sonntagabend. Nach zwei spielbestimmenden Dritteln, in denen die DEG das Spiel kontrollierte und durchaus höher hätte führen können, legten die Gäste aus Weißwasser im Schlussabschnitt einen Gang zu. Ein später Führungstreffer brachte den Lausitzer Füchsen letztlich drei Punkte in der Ferne. Die Zähler im Kampf um die DEL2-Playoffs gehen somit in die Lausitz. Die DEG haderte vor allem mit ihrer Chancenverwertung und schaffte es im letzten Drittel nicht mehr, an die stärkeren ersten beiden Drittel anzuknüpfen.
Weiter geht es für unsere rot-gelben am Freitag, 30.01. um 19:30 Uhr im heimischen PSD BANK DOME gegen die Ravensburg Towerstars um die nächsten wichtigen Punkte im Playoff-Rennen. Tickets für dieses Spiel gibt es wie gewohnt unter www.deg-tickets.de!
HEJA HEJA DEG!
Tim Feldmann