28. November 2025

DEG verliert 1:4 in Crimmitschau

41 zu 22 Schüsse für die DEG, aber was nutzt es?

Die Düsseldorfer EG hat ihr Auswärtsspiel im kalten Crimmitschau ziemlich unnötig verloren. Bei den Eispiraten unterlag sie trotz vieler guter Möglichkeiten mit 1:4 (0:0, 0:2, 1:2). Das Schussverhältnis war am Ende 41 zu 22 für die DEG – aber was nutzt es? Beste Wünsche gehen an Emil Quaas, der im zweiten Drittel bewusstlos auf dem Eis lag. Nachdem er wieder wach und ansprechbar war, wurde er zur Sicherheit ins Krankenhaus gebracht.

Der Kader: Die DEG musste kurzfristig auf Leon Niederberger verzichten (Oberkörperverletzung). Außerdem nicht dabei Kevin Orendorz (Unterkörperverletzung), Goalie Ryan Bednard und Lucas Lessio (beides Kaderentscheidungen). Das Tor hütete Niklas Lunemann.

Das Spiel: Halboffenes Stadion, laute Halle, ehrliche Kälte und Eishockey: Wie kann man diesem Sport nicht verfallen sein? Die Hausherren begannen druckvoll und drängten – angetrieben von den Fans in der engen Halle – auf das Düsseldorfer Tor. Niklas Lunemann aber immer aufmerksam. Für die DEG war es in erster Linie Yushiroh Hiranoh, der Eispiraten-Keeper Kevin Reich gleich mehrfach prüfte. Insgesamt die Sachsen aber zu Beginn mit mehr Spielanteilen. In der zehnten Minute eine kurze Düsseldorfer Drangphase, die aber trotz guter Ansätze torlos blieb. Anschließend übernahm wieder Crimmitschau das Kommando. Die Eispiraten drängten die DEG in die eigene Hälfte, durch viele Aufbau-Fehler gelangen den Rot-Gelben zu selten entlastende  Angriffe. Als sich die Zuschauer schon auf ein 0:0 zur ersten Pause eingestellt hatten, schlugen die Gastgeber doch noch zu: 18 Sekunden vor der Sirene tauchte plötzlich Eispirat Dylan Wruck alleine vor Lunemann auf und ließ dem DEG-Keeper mit einem coolen, schnellen Move keine Chance. Mit einem durchaus verdienten 0:1-Rückstand ging es für die DEG in die erste Pause.

Das zweite Drittel wurde durch eine üble Schrecksekunde bestimmt. Emil Quaas sackte nach einem Aufschlagen mit dem Kopf auf das Eis bewusstlos zusammen, das Spiel wurde minutenlang unterbrochen. Er war wohl vor dem Zusammenprall unglücklich weggerutscht. Nach langem Warten sah man endlich ein Lebenszeichen der #21, die schließlich mit einer Trage vom Eis gebracht wurde. Wenig später kam ein Krankenwagen und brachte den Düsseldorfer weg. Gute Besserung, Emil!!

Danach ging das Spiel weiter, die DEG war sogar weniger geschockt als man hätte vermuten können. Ein deutliches Übergewicht sowie Chance auf Chance und Schuss auf Schuss erarbeiteten sich die Gäste. Die Möglichkeiten oft im Sekundentakt. Hirano, Boos, Bradford, Linden, Maginot und viele andere konnten aber Reich nicht überwinden, auch wenn es oft wirklich knapp war. Und dann das: Bei einem der wenigen Gegenangriffe der Eispiraten kassierte Michael Clarke eine Strafe wegen Spielverzögerung – und diese wurde von Crimmitschau sogleich ausgenutzt. Dominik Walsh konnte bei 38:20 zum 2:0 einnetzen. Ein bitterer Zwischenstand, der das Spielgeschehen völlig auf den Kopf stellte. Mit einem bemerkenswerten, aber nutzlosen Schussverhältnis von 30 zu 12 für die DEG und einem 2:0 für die Eispiraten ging es in die zweite Pause.

Im Schlussabschnitt fiel schon bei 43:19 das vorentscheidende 3:0 – wieder aus dem ziemlichen Nichts. Louis Brune traf aus kurzer Distanz unter die Latte – Lunemann absolut chancenlos. Auch danach mühten sich die Düsseldorfer redlich und brachten Schüsse zum Tor. Bei 49:03 dann endlich die Belohnung: Luca Tosto traf zum 1:3 Anschlusstreffer. Die Vorlagen kamen von Nick Geitner und Michael Clarke. Leider wurde das erhoffte Momentum durch eine vermeidbare Strafe gegen Max Balinson unterbrochen. Dennoch ein Break von Erik Brown – doch der Stürmer scheitert an Reich. Schade! Fast im Gegenzug gelang Brune mit seinem zweiten Treffer das vorentscheidende 4:1 – die Strafe gegen Balinson war gerade abgelaufen. Ein bitterer Abend. Die DEG verliert 1:4 in Crimmitschau – warum eigentlich?

Ausblick: Jetzt gilt alle Konzentration dem großen Derby am Sonntag. Um 17:00 Uhr gastieren die Krefeld Pinguine auf der richtigen Rheinseite. Der PSD BANK DOME wird mit 13.102 Zuschauern ausverkauft sein, es gibt lediglich noch wenige VIP-Karten. HEJA HEJA DEG!