8. Oktober 2021

Stark gespielt und doch verloren – 2:5 gegen Mannheim

Stark gespielt und doch verloren - 2:5 gegen Mannheim

Es hat nicht sollen sein! Im vierten Heimspiel der Saison kassierte die Düsseldorfer EG ihre erste Heimniederlage. Dabei wurde sie mit Standing Ovations in die Kabine verabschiedet. Und das völlig zurecht! Auch gegen die Adler Mannheim brachten die Rot-Gelben wieder eine starke Leistung aufs Eis. Die Adler nutzten ihre Chancen einfach effektiver und fügten der DEG so eine etwas zu hohe 2:5 (1:1; 0:3; 1:1)-Niederlage bei.

Ein alter Bekannter

Bevor es los ging, wurde es erst einmal ein wenig nostalgisch. Korbinian Holzer kehrte im Dress der Adler Mannheim nach 4.280 Tagen zurück auf Düsseldorfer Eis. Seinen letzten Heim-Einsatz im Trikot der DEG hatte er im zweiten Viertelfinalspiel der Saison 2009/10. Die Partie gegen die Grizzlys aus Wolfsburg ging ebenso verloren wie die Playoff-Serie. Lange her und längst vergessen. Trotzdem schön, dass Korbi wieder da ist!

Fulminantes erstes Drittel

Im Hier und Jetzt erlebten die 5.524 Fans im PSD BANK DOME ein äußerst ansprechendes erstes Drittel mit viel Tempo und etlichen Torszenen. Gegen das Top-Team aus der Quadratestadt hatte die Mannschaft von Harold Kreis einen großen Anteil an der Qualität des Spiels. Die ersten richtigen offensiven Duftmarken setzten Andrew Desjardins aus nächster Nähe nach Hintertorzuspiel von Tim Wolgemuth (6.) auf der einen und Niklas Postel nach einem Querpass von der rechten Bande von Victor Svensson (7.) auf der anderen Seite. Wenig später versuchte es Fischbuch in einer 2-auf-1-Situation mit Steven MacAulay selbst, Letzterer ging dem Abpraller hinterher und prüfte Felix Brückmann im Gehäuse der Adler zwei weitere Male (10.). Da war die dann folgende Führung der Gäste fast ein wenig schmeichelhaft. Postel hatte die Scheibe nicht konsequent genug rausgespielt, Valentino Klos fing sie ab, legte vor das Tor zu Florian Elias, der die Kelle in den Pass hielt und traf (14.). 58 Sekunden später war das Malheur schon wieder vergessen. Fischbuch von der rechten Seite auf Carter Proft vor dem Tor und schon klingelte es auch im Kasten der Gäste (14.). Mirko Pantkowski blieb gegen Nigel Dawes ganz ruhig stehen, nachdem dieser die Scheibe vor dem Tor von Markus Eisenschmid zugesteckt bekommen hatte (15.). Für die DEG hatte Brandon O’Donnell die Führung auf dem Schläger, setzte seinen eigenen Abpraller aber knapp über das Tor. Brückmann war da noch halb am Boden (18.).

Carter Proft mit dem 1:1-Ausgleich – Alle Bilder: Birgit Häfner

Adler drehen auf

Das zweite Drittel hatte nicht ganz den Glanz der ersten 20 Minuten. Insbesondere das Ergebnis, das zum zweiten Kabinengang auf dem Videowürfel zu sehen war, war aus rot-gelber Sicht nicht zufriedenstellend. Die Schützlinge von Pavel Gross langten gleich drei Mal zu. Den Anfang machte Borna Rendulic, der sich zum Tor durchtankte und vollstreckte (23.). Eine druckvolle Überzahl ließ die DEG wenig später leider ungenutzt. Schlimmer noch: Als die Adler gerade wieder komplett waren, stand es 1:3. Ein Befreiungsschlag über das ganze Eis landete bei Jordan Szwarz in der linken Bandenrundung. Der setzte sich, obwohl hart attackiert von Joonas Järvinen, im Zweikampf durch, spielte den Puck vor das Tor, wo er – über die Kelle von Pantkowski springend – Desjardins genau auf die Kelle fiel. Der Adler-Kapitän hatte dann keine Mühe mehr (28.). Zweifelsohne ein in seiner komplette Entstehung ärgerlicher Gegentreffer. Auch die DEG setzte offensiv immer wieder Akzente, treffen taten aber nur die Adler. Daws zog aus zentraler Position ab, Desjardins nahm den Abpraller auf, schloss seinerseits zentral ab, ging der nun nach links abprallenden Scheibe hinterher und netzte von dort ein (37.).

Die DEG bot den Adlern einen guten Kampf – hier Kapitän Alex Barta gegen Markus Eisenschmied.

Mannheim lässt nichts anbrennen

Drei Tore Rückstand sind im Eishockey zwar keine Welt. Es ist aber auch keine Selbstverständlichkeit, sie in 20 Minuten aufzuholen. Schon gar nicht gegen eine Spitzenmannschaft wie Mannheim. In einem weiteren Überzahlspiel hatten die Rot-Gelben die Chance, noch einmal ranzukommen. Doch was sie auch versuchten, die Scheibe wollte einfach nicht rein. Fünf Sekunden vor Ablauf der Gäste-Strafe erwischte das Schiedsrichtergespann die Düsseldorfer mit sechs Mann auf dem Eis. Mit einem trockenen Handgelenksschuss schraubte Matthias Plachta das Ergebnis in Überzahl auf 1:5 (48.). Und weil das Spiel  alles in allem aber irgendwie kein schlechtes war, war es mehr als gerecht, dass die Gäste Brandon O’Donnell noch einmal auf und davon laufen ließen und dieser eiskalt durch die Schoner von Brückmann vollendete (54.). Die DEG-Fans im weiten Rund freute es sehr. In der Schlussphase und nach der finalen Sirene feierten sie ihre Lieblinge lautstark.

Heute galt leider viel zu oft: Endstation Felix Brückmann.

Am Sonntag ist die DEG dann zu Gast beim Aufsteiger aus Bietigheim. Los gehts um 16:30 Uhr.

ff