Ein verdienter Punkt gegen Favorit Mannheim – 2:3 nach Verlängerung

Nur zwei Tage nach dem grandiosen Comeback-Sieg gegen den ERC Ingolstadt wartete der nächste dicke Brocken auf die DEG. Der Ligaprimus und irgendwie immer noch amtierende Meister aus Mannheim reiste an und zeigte seine Klasse. Die DEG kämpfte und ackerte, zeigte vollen Einsatz. Am Ende holten die Jungs einen wichtigen und verdienten Punkt durch die 2:3-Niederlage nach Verlängerung (1:1; 0:0; 1:1; 0:1).

DEG mischt gut mit

Die Adler begannen die Partie hellwach, waren flott auf den Kufen und passstark. Erfreulich zu sehen, dass die DEG das hohe Tempo und Niveau sofort aufnahm und sich dem Kampf gegen den Ligaprimus mit offenem Visier stellte. Eine erste Schrecksekunde gab es für die heute wieder in grün gekleideten Rot-Gelben in der 6. Minute nach einer leichten Unaufmerksamkeit in der Defensive. Markus Eisenschmid fand sich plötzlich in aussichtsreicher Position mit der Scheibe am Schläger, entschied sich aber dagegen, selber den Abschluss zu suchen. Er legte auf den mitstürmenden Brenden Shinnimin ab, dessen Schuss konnte Hendrik Hane aber parieren. Doch auch vor Adler-Goalie Felix Brückmann spielten sich bald die ersten nennenswerten Szenen ab. So hatte Svensson nach Zuspiel von From beispielsweise eine gute Einschussgelegenheit (10.). Im ersten Powerplay traf die DEG in Person von Kapitän Alex Barta sogar den Pfosten. In der Schlussphase belohnte sich die Mannschaft dann. Tobi Eder zog mit mächtig Wums aus dem Handgelenk ab, so dass Brückmann nicht parieren konnte. Im Nachgestocher stupste Karachun die Scheibe zurück zu Eder, der einschieben konnte (17.). Kurz vor der ersten Pause dann eine Überzahl für den MERC. Hier nutzte Taylor Leier per Rückhandschuss die Chance zum Ausgleich. Die Scheibe rutschte Hane durch (19.). Dennoch: ein richtig gutes erstes Drittel der DEG!

Brückmann auf der Suche nach Sicht – Alle Bilder: Birgit Häfner

Starkes Penalty-Killing

In den Mittelabschnitt starteten die Hausherren mit zwei guten Wechseln, fanden angesichts der gut stehenden Mannheimer Verteidigung aber keinen guten Zeitpunkt für einen wirklich gefährlichen Abschluss. In der Folge war vor allem die Unterzahlformation gefragt. Sechs der zweiten zwanzig Minuten musste die DEG mit einem Mann weniger auf dem Eis antreten. Die Kurpfälzer verbrachten diese sechs Minuten nahezu vollständig im Angriffsdrittel und suchten die Lücke im DEG-Bollwerk. Die vier Tapferen stellten aber alles zu und wenn dann doch einmal ein Schuss durchkam, war Hane zur Stelle. Wichtig für Spielstand und Moral, diese überstandenen Unterzahlspiele. Dann musste auch nochmal ein Gast auf die Kühlbox, aber auch die Mannheimer machten ihre Sache in Unterzahl gut, so dass das Drittel torlos endete. Weiterhin eine gut mithaltende DEG!

Originelle Schlägerhaltung von Cumiskey

DEG erkämpft sich das Unentschieden

Zu Beginn des letzten Abschnitts wie zuvor am Anfang von Drittel zwei. Die DEG setzte die erste Duftmarke, danach Mannheim am Drücker. Kenny Olimb erarbeitete sich eine Doppelchance, Brückmann war hellwach. Darauf dann ein Moment der individuellen Mannheimer Klasse. Craig Schira tanzte gleich mehrere Verteidiger durch einen technisch feinen Move aus und hob den Puck mit der Rückhand ins Netz zur Adler-Führung (43.). Die Quadratestädter drückten nun auf die Entscheidung, die DEG stemmte sich mit aller Macht dagegen. Mit ein bisschen Glück, das man auch mal braucht, konnte ein weiterer Gegentreffer verhindert werden. Dann folgte der Auf- und Antritt von Kapitän Alex Barta: mit Wucht zog er über rechts ins Angriffsdrittel und hämmerte den Puck ins kurze Kreuzeck zum wichtigen Ausgleich (53.). Beide Teams spielten weiter forsch, auf Unentschieden ging hier keiner. Spektakulär wurde es in der letzten Minute noch einmal. Erst hätte Barta erneut treffen können, sein Schlagschuss verfehlte den Kasten aber. Gegenüber bediente Wolf wunderschön Desjardins, der wirklich aussichtsreich positioniert war. Hier wurde Hendrik Hane zum Punktretter, der Schlussmann hielt dicht, das Remis war geschafft. In der anschließenden Verlängerung zeigten sich die Adler zielstrebiger und aktiver und erzielten letztlich nicht unverdient den alles entscheidenden Siegtreffer. Einen zügigen Angriff aus der eigenen Zone heraus schloss Lehtivuori nach schönem Pass von Eisenschmid unhaltbar ab.

Robuster Einsatz von Carey

Es ist definitiv ein gewonnener Punkt gegen die aktuell beste Mannschaft der PENNY DEL. Nun startet die DEG in die alles entscheidende letzte Woche der Hauptrunde. Diese ist pickepackevoll gespickt mit Endspielen um die Playoffs. Vier Spiele in sieben Tagen werden darüber entscheiden, ob sich die Mannschaft mit einer Playoff-Teilnahme belohnen kann. Los geht es mit einem erneuten Doppelpack in Bayern. Am Montag zunächst bei den Nürnberg Ice Tigers (Beginn: 18:30 Uhr), nur einen Tag später folgt das Gaststpiel bei den Augsburger Panthern (Beginn ebenfalls 18:30 Uhr). Gehen wir rein in diese Woche der Entscheidung, auf dass es nach der ausgefallenen Endrunde des vergangenen Jahres endlich wieder Playoff-Hockey in Düsseldorf gebe.