Ein Punkt ist besser als keiner! – DEG verliert gegen Wolfsburg 1:2 n.V.

Spiele gegen die Grizzlys Wolfsburg sind oft zäh. Das war auch heute wieder nicht anders. Lange sah es so aus, als würde sich die Düsseldorfer EG abermals die Zähne an den Niedersachsen ausbeißen. Doch dann gelang den Rot-Gelben doch noch der Ausgleich. Der sicherte der DEG einen Punkt, den Zusatzzähler beim 1:2 (0:0; 0:1; 1:0;  0:1) nach Verlängerung machte aber Doppeltorschütze Geritt Fauser perfekt. Das war unterm Strich auch verdient.

Offenes Spiel

Harold Kreis schickte dieselben Formationen ins Rennen, die am Sonntag drei Punkte aus Bremerhaven entführten. Die Gäste aus Wolfsburg gingen mit dem Selbstbewusstsein aus vier Siegen in Serie in die Partie, darunter ein 2:0-Erfolg gegen die DEG. Die Mannschaft von Pat Cortina kam gleich in der ersten Spielminute vor das Tor der DEG, als Jordan Bouchet sich über die linke Angriffsseite durchgesetzte und die Scheibe scharf zum ausreichend bedrängten Garrett Festerling in die Mitte spielte. In der Folge entwickelte sich ein von beiden Seiten engagiert geführtes Spiel, dem aber die ganz großen Glanzmomente und Torchancen fehlten. Im besten DEG-Angriff der ersten 20 Minuten ließen die Rot-Gelben die Scheibe schnell laufen, Eugen Alanov legte sie aus dem Slot heraus nach rechts zu Nicholas B. Jensen, der dem etwas aus der Position geratenen Dustin Strahlmeier im Kasten der Grizzlys in den kurzen Winkel knallen wollte. Doch der Schuss glitt ihm über den Schläger und ging ein gutes Stück am Tor vorbei (4.). In der Schlussminute des ersten Abschnitts misslang Jensen ein Aufbaupass aus dem eigenen Drittel, der genau auf der Kelle von Mathis Olimb landete. Mirko Pantkowski rettete in höchster Not.

Umkämpftes, aber torloses Spiel im ersten Drittel – Alle Bilder: Birgit Häfner.

Wolfsburg dominant und erfolgreich

Der Mittelabschnitt war wahrlich nicht das Drittel der DEG. Trotz zweier Überzahlsituationen brachten die Rot-Gelben gerade einmal drei Schüsse auf das Wolfsburger Tor. Ganz anders die Gäste aus Wolfsburg, die mit zunehmender Spielzeit das Spielgeschehen diktierten. Bei einem 2-auf-1-Angriff ließ Spencer Machacek die Chance zur Führung liegen (29.). Als die DEG den Puck in der eigenen Zone nicht unter Kontrolle bekam, machte es Gerrit Fauser besser, nutzte die Unordnung rund um das DEG-Tor und versenkte die Scheibe unter der Latte (30.). Zur zweiten Pause fiel die Führung der Grizzlys nur deshalb nicht höher aus, weil Matti Järvinen die Scheibe am langen linken Pfosten nach einem Querpass von Ryan Button vom Schläger sprang. So landete sie neben und nicht im leeren Tor (38.).

Machaczek vergibt die Chance zur Führung, Pantkowski ist zur Stelle.

DEG kämpft sich zurück und verliert Zusatzpunkt

Im Schlussabschnitt meldete sich die DEG, die nun wieder deutlich mehr Elan an den Tag legte, zurück. Von der rechten Seite legte Maxi Kammerer den Puck von Höhe der Grundlinie vor das Tor zu Victor Svensson, der aus der Drehung die Scheibe am Tor vorbeilegte (43.). Im selben Wechsel ergatterte Kammerer die Scheibe hinter dem Tor und legte sie zu Mathias From vor den Kasten, der sofort abzog, aber an Strahlmeier scheiterte (44.). In vertauschten Rollen klappte es dann mit dem Ausgleich. From setzte Kammerer mit einem langen Pass perfekt in Szene und der zuletzt oft glücklose Stürmer vollstreckte eiskalt, freute sich riesig und wurde von seinen Teamkollegen auffallend kräftig geherzt (51.). Die Freude über den Treffer wäre wieder dahin gewesen, hätte Anthony Rech den Puckverlust von Alex Barta im eigenen Drittel nicht lediglich zu einem schlappen Schüsschen in die Fanghand Pantkowskis genutzt (56.). In der Schlussphase wurde es ruppig: Fauser hatte Barta gleich zwei Mal hart an der blauen Linie der DEG attackiert, als der Puck längst woanders war. Im Verteidigungsdrittel der DEG rasselten dann beide aneinander und mussten auf die Strafbank. Zum Ende der Verlängerung standen die Zeichen schon auf Penaltyschießen. Doch 18 Sekunden vor Schluss murmelte Fauser die Scheibe mit der Rückhand über die Linie.

Maxi Kammerer trifft zum Ausgleich.

Weiter geht es für die aktuell in der Nordgruppe zweitplatzierte DEG am kommenden Sonntag mit dem rheinischen Derby gegen Kölner Haie (Spielbeginn: 17 Uhr).