Straubing eiskalt – DEG verliert 1:4

Nach dem wohltuenden Derbysieg hat die DEG dicke Brocken vor der Brust. Binnen weniger Tage geht es gegen alle Topmannschaften der Liga, kein einfacher Spielplan in der heißen Endphase der DEL-Hauptrunde. Den Anfang der schweren Spiele machte das Gastspiel der Straubing Tigers. Die Niederbayern bewiesen ihre Qualität und fügten der DEG vor 5.554 Zuschauern in überzeugender Manier eine 1:4-Niederlage (0:1; 1:1; 0:2) zu.

Hane hütete das Tor – Alle Bilder: Birgit Häfner

Ausgeglichenes erstes Drittel

Die DEG konnte nach wochenlangem Ausfall wieder auf die Dienste von Marco Nowak zurückgreifen und startete schwungvoll in die Partie. Bereits im ersten Wechsel hatte Kapitän Alex Barta nach nur wenigen gespielten Sekunden den ersten Torschuss abgegeben. Aber auch die Gäste aus Straubing waren schnell im Spiel und zeigten durch knackige Pässe und hohes Tempo, dass sie nicht durch Zufall einen Topplatz in der Tabelle innehaben. Mitchell Heard bot sich nach einem rot-gelben Abwehrfehler freistehend vor Hendrik Hane, der statt Niederberger das DEG-Tor hütete, eine Großchance, die er aber nur an den Pfosten setzte (3.). In der Folge entwickelten beide Mannschaften guten Zug zum Tor, die ganz dicken Möglichkeiten blieben aber vorerst aus. Das änderte sich in der 14. Spielminute. Erst war Jerome Flaake nach feinem Zuspiel von Luke Adam frei im Slot vor Tigers-Goalie Jeff Zatkoff, überzog den Schuss aber etwas. Im direkten Gegenzug schlugen die Gäste zu und erzielten durch eine satten Schlagschuss von Benedikt Schopper die Führung. Die DEG machte unbeirrt weiter und streckenweise mächtig Druck. Vor der Sirene hätte Zanetti fast ausgeglichen, traf aber nur den Pfosten. Eine Remis wäre allemal gerechtfertigt gewesen.

Der einzige DEG-Jubel des Abends

Straubing stark, DEG hält dagegen

Zu Beginn des zweiten Abschnitts legten die Straubinger noch eine Schippe drauf und übernahmen immer mehr Kontrolle über die Partie. Immer wieder spielten sich vor Hendrik Hane gefährliche Szenen ab. Jeremy Williams hatte bei einem Handgelenkschuss viel Platz (21.)., Kael Mouillierat schloss einen wirklich starken Spielzug gefährlich ab (25.) und Stefan Loibl machte die verdiente zweite Bude schließlich in der 27. Minute. Wieder war es ein sehenswerter Spielzug der Gäste, die rot-gelben Verteidiger konnten nur zusehen und Loibl vollendete. Die Tigers machten der DEG mit ihrem starken Forecheck und dem hohen Tempo sichtlich zu schaffen. Zwei aufopferungsvolle Unterzahlspiele brachten die Mannschaft von Harold Kreis mental aber wieder zurück in die Begegnung und kaum waren die Jungs wieder komplett, kamen sie durch Patrick Buzas zum hoffnungsstiftenden Anschluss. Leon Niederberger hatte eine scharfe Hereingebe (halb Pass, halb Schuss) gespielt, Zatkoff ließ abprallen, Buzas war zur Stelle (37.). 

Straubing oft einen Schritt vorne

Abgebrühte Tigers

Auch im letzten Drittel spielten die Niederbayern ihren Stiefel eiskalt runter. Die DEG zeigte zwar ein ordentliches Powerplay mit einer guten Abtropfchance von Flaake (44.), aber danach waren es wieder die Gäste, die das Heft des Handelns hauptsächlich in den Händen hielten. Zu allem Überfluss fiel dann auch noch ein richtig ärgerlicher Gegentreffer, der den alten Abstand wiederherstellte. Hane ließ einen Schuss nach außen prallen, Connolly zog aus spitzem Winkel eigentlich am Kasten vorbei, traf aber Mike Zanetti, von dessen Körper die Scheibe über die Linie sprang (47.). Danach ließen die Tigers im Stile einer Spitzenmannschaft nicht mehr viel anbrennen, brachten die Führung eiskalt über die Zeit und machten durch Connolly noch den vierten Treffer in das verwaiste DEG-Tor.

Am kommenden Karnevalswochenende werden die Aufgaben nicht leichter für unsere DEG, schließlich warten die beiden besten Mannschaften der Liga in ihren eigenen Arenen. Am Freitag geht es zunächst nach Mannheim, am Tulpensonntag gastiert die DEG beim EHC Red Bull München. Dann geht es wieder um wichtige Punkte im Kampf um die direkte Qualifikation fürs Viertelfinale.