Endspiel für die Artenvielfalt

Endspiel für die Artenvielfalt Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) macht sich gemeinsam mit dem WWF für bedrohte Arten stark. Tolles Zeichen im Derby von der Düsseldorfer EG sowie den Kölner Haien, die auf ihre Tiere im Wappen verzichten.


Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) wartet gemeinsam mit Partner WWF erneut mit einer vorbildlichen Aktion im Kontext des Umwelt- und Naturschutzes auf. Im Rahmen des WWF-Aktionsspieltag zwischen der Düsseldorfer EG und den Kölner Haien (16.02.20, 16.30 Uhr) wird umfangreich auf die Artenvielfalt sowie bedrohte Tierarten hingewiesen.

So werden beide Teams bei sämtlichen Kommunikationsanlässen auf die jeweiligen Tiere in ihren Logos verzichten; bei den Düsseldorfern ist es ein Löwe, bei den Kölnern ein Hai. Die DEG wird zudem mit einem besonderen Trikot auflaufen, auf dem auch der Löwe im Logo fehlt.

„Besondere Ideen sind eines der Markenzeichen der DEG. Deswegen haben wir diese außergewöhnliche Aktion für den Arten- und Naturschutz gerne mit initiiert. Schön, dass auch die Kölner Haie sofort mitgemacht haben. Die punktuelle Herausnahme der Tiere aus den Club-Logos verdeutlicht das Artensterben sehr eindrucksvoll“, so Stefan Adam, Geschäftsführer der Düsseldorfer EG.

„Wir sind froh, dass wir mit dem WWF einen so engagierten Partner an unserer Seite haben, was dieses wichtige Thema angeht. Ein großer Dank geht zudem an beide Teams, die sich sofort bereit erklärt haben, aktiv durch mehrere Aktionen auf das Thema Artenvielfalt aufmerksam zu machen“, pflichtet Gernot Tripcke, Geschäftsführer der DEL, bei.

Nach aktuellen Schätzungen der UN könnten in den nächsten Jahrzehnten 1 Million Tier- und Pflanzenarten für immer verschwinden. „Als DEL sowie in enger Abstimmung mit den DEL-Clubs wollen wir einen Beitrag leisten, der Biodiversitätskrise entgegen zu treten und zudem die Eishockey-Fans für diese Thematik sensibilisieren“, so Tripcke weiter.

Auf der Roten Liste der bedrohten Arten stehen auch die Wappentiere der Düsseldorfer (Löwe) und der Kölner (Haie). Jedes Jahr werden bis zu 100 Millionen Haie gefangen. Auch die Zahl der Löwen schwindet dramatisch. In Westafrika stehen die Tiere vor dem Aussterben, in Indien gibt es nur noch wenige Restbestände.

„Wir müssen die Ursachen für das schlimmste Massenaussterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier angehen“, fordert Eberhard Brandes, Geschäftsführender Vorstand des WWF Deutschland. Neben dem Verlust des Lebensraumes, abgeholzten Wäldern oder verschmutzten Meere, mache der Klimawandel und die Übernutzung z.B. vieler Fischbestände der Tierwelt das Überleben schwer. „Wir können alle dazu beitragen, den Druck auf die Ökosysteme zu verringern. Die Partnerschaft mit der DEL bietet für uns die Chance, das Thema auf aufmerksamkeitsstarke Weise zu vermitteln und mit Sport und Lust das Interesse an Natur- und Umweltschutz zu wecken.“

Bevor es für beide Teams auf Tore- und Punktejagd geht, übernimmt der WWF Panda das Eröffnungsbully. Im Düsseldorfer ISS Dome werden die Zuschauer zudem an einem Informationsstand über die Thematik und die Kooperation mit der DEL informiert.