DEG erkämpft Punkt in Ingolstadt – 2:3 nach Verlängerung

Die Düsseldorfer EG unterliegt dem ERC Ingolstadt mit 2:3 n.V. (0:1; 1:0; 1:1; 0:1). Nach einem Blitzstart des ERC kämpften sich die Rot-Gelben wieder in die Partie. In der Verlängerung hatte die Panther dann das bessere Ende für sich.

Für die Düsseldorfer lief in den vergangenen Wochen einiges richtig. Vier Siege in Folge sorgten für einen soliden fünf Punkte Vorsprung auf Platz 7. Der Tabellenrang, den der heutige Gegner aus Ingolstadt belegte. Das direkte Aufeinandertreffen der beiden Tabellennachbarn sorgte schon im Vorfeld für mächtig Spannung. DEG-Headcoach Harold Kreis musste im Vergleich zum Spiel gegen die Augsburger Panther einmal verletzungsbedingt Wechseln. Bernhard Ebner muss etwa zwei Wochen pausieren. Die DEG lief mit nur sechs Verteidigern auf, das kennt die Mannschaft ja schon. Für Neuzugang Niclas Lucenius kam die Partie ebenfalls noch zu früh, er könnte am Sonntag beim Derby gegen die Kölner Haie sein Debüt feiern.

Den Start in die Partie konnte man aus DEG-Sicht nur als Fehlstart bezeichnen. Es dauerte 76 Sekunden, da zappelte der Puck bereits hinter Mathias Niederberger im Kasten. Steven Seigo verwandelte nach Vorlage von Michael Collins und Brett Olsen eiskalt. Das Stadion kochte erwartungsgemäß. Der ERC im Anschluss durch den frühen Treffer beflügelt, machte weiter Druck Richtung Tor. Ausgerechnet eine Ingolstädter Überzahl stabilisierte die Rot-Gelben, die fast nichts auf den Kasten von Niederberger zuließen. Nach knapp zehn Minuten die Szene des ersten Drittels: Luke Adam verpasster nach toller Vorarbeit von Jerome Flaake den Ausgleich. Der Stürmer scheiterte am Pfosten, Timo Pielmeier war schon geschlagen gewesen. Danach die Rot-Gelben besser im Spiel, große Torchancen blieben aber aus.

 

Urbom bringt die DEG wieder ins Spiel

Dieses Mal war es die DEG, die besser aus der Kabine kam. Nach überstandener Unterzahl machten die Rot-Gelben Druck auf den Kasten von Pielmeier – mit Erfolg! Alex Urbom verwandelte einen schönen Schlenzer, nach Vorarbeit von Geburtstagskind Charlie Jahnke, im Ingolstädter Netz (24.15). Die Düsseldorfer machten sich im Anschluss allerdings das Leben selbst schwer. Viele Strafzeiten führten zu Dauerdruck des ERC und Schuss um Schuss. Niederberger zeigte im Tor wieder eine überragende Leistung und entschärfte mehrere Großchancen. Höhepunkt war ein Pfostentreffer. Die Schanzer waren insgesamt auch im zweiten Drittel das aktivere Team, die DEG kam zu vereinzelten Chancen. Tore fielen aber keine mehr.

 

Großer Kampf von beiden Mannschaften

Die DEG startet noch mit einer guten Minute Überzahl in den Schlussabschnitt. Marc Zanetti und Leon Niederberger hatten beide gute Chancen, die Düsseldorfer erstmals an diesem Abend in Führung zu bringen, Pielmeier hatte etwas dagegen. Der Treffer fiel auf der anderen Seite – ganz zur Freude der 4525 Zuschauer. Tim Wohlgemuth packte einen Hammer von der Blauen aus. Niederberger, der ohne Sicht war, konnte den Einschlag nicht verhindern (42.41). Rot-Gelb war von dem Treffer allerdings nicht lange geschockt, erhöhte zunehmend den Druck. In eigener Überzahl belohnte Maxi Kammerer, der Mann für die wichtigen DEG-Tore, die Anstrengungen der Düsseldorf und erzielte den Ausgleich (49.43; Assist: Gardiner, Zanetti). Kurz darauf hätten die Düsseldorfer sogar in Führung gehen können, aber Pielmeier zeigte seine ganze Klasse und entschärfte eine DEG-Doppelchance. Die Spannung in der Saturn-Arena war fast greifbar. Der ERC versuchte in einer Schlussoffensive alles, fand aber in Niederberger seinen Meister. Es ging in die Overtime.

Weiter geht es für unsere Rot-Gelben am Sonntag (16. Februar, 16.30 Uhr) im heimischen ISS DOME. Dann sind Kölner Haie zum großen Derby zu Gast. Zwei Tage später erwarten die Rot-Gelben die Straubing Tigers (Dienstag, 18. Februar, 19.30 Uhr). Karten gibt es unter www.degtickets.de