Diese DEG macht richtig Spaß – 4:0 gegen die Eisbären

Die runderneuerte DEG machte mit dem Heimspiel gegen die Eisbären Berlin das erste Dutzend Saisonspiele voll. Man darf mit Fug und Recht behaupten: so macht das wirklich Freude. Vor 7.960 Zuschauern fuhr die Mannschaft von Harold Kreis einen nie wirklich gefährdeten 4:0-Erfolg (1:0; 3:0; 0:0) ein, der neunte Sieg im zwölften Spiel.

Niederberger machte alle Schotten dicht – Alle Bilder: Birgit Häfner.

Spielfreudige DEG, ruppige Eisbären

Die DEG war zum ersten Mal in dieser Spielzeit in ihre blauen Ausweichtrikots geschlüpft, brachte aber dennoch jede Menge rot-gelben Esprit aufs Eis. Von Beginn an dominierten die Hausherren die Partie und erzeugten eine Menge Druck in Richtung des Tores von Eisbären-Keeper Sebastian Dahm. So dauerte es auch nicht lange bis zum ersten Treffer. Gardiner war im Offensivdrittel an der Scheibe gefoult worden, der Puck sprang aber in die Mitte zu Kammerer, der ihn kurz auf die Rückhand legte und einnetzte (2.). Die Gäste versuchten dem Ansturm durch Härte zu begegnen. Dem fiel Tobi Eder zum Opfer, der nach einem Check in die Kabine humpeln musste. Es war ordentlich Feuer drin und die DEG nahm den Kampf voll an. Weitere gute Möglichkeiten erspielte sich die Mannschaft im mittlerweile gefürchteten Powerplay, allerdings leider ohne Erfolg. Kurios hätte beinahe Johannesen getroffen. Ein Schlenzer in Richtung Tor flog in hohem Bogen durchs Drittel, senkte sich und landete an der Latte. Dahm wäre wohl chancenlos gewesen. Berlin wurde am gefährlichsten durch den freistehenden Pföderl, der den Puck aber nicht richtig traf (17.). Insgesamt eine sehr couragierte Leistung der DEG, die durchaus ein, zwei Tore mehr verdient gehabt hätte.

Gardiner mit dem 4:0

Wunderschöne Treffer

Für eben diese Tore sorgte die DEG dann nach dem Wiederbeginn. Zwar kamen die Eisbären stark aus der Kabine, aber Mathias Niederberger entschärfte alles, was auf ihn zuflog. Die nennenswerteste Parade zeigte er per Fanghand gegen Austin Ortega (21.). Doch in der Folge leisteten sich die Hauptstädter wieder Undiszipliniertheiten und so fand die DEG rasch wieder zu ihrem bestechenden Offensivspiel. In Überzahl gelang zwar trotz ansehnlichster Passstafetten kein Torerfolg, doch kurz danach fiel ein Tor, das so manchen mit der Zunge schnalzen ließ. Barta bekam den Puck etwas zufällig, stürmte ins Drittel und spielte einen unglaublichen Pass hinter dem eigenen Rücken, der perfekt den mitgelaufenen Kammerer fand. Maxi legte die Scheibe um den verdutzten Dahm rum (31.). Was. Ein. Tor. Weiter ging es mit einem Treffer von Kenny Olimb, der den Puck im Slot bekam und über die Linie brachte (35.). Noch immer hatten die Hausherren nicht genug. Wieder zeichnete sich Kapitän Barta durch Uneigennützigkeit aus und spielte einen perfekten Querpass auf Reid Gardiner, für den das Einnetzen dann kein Problem mehr darstellte (39.). Mitreißendes Eishockey der DEG, das zurecht mit Standing Ovations honoriert wurde.

Langes Berliner Gesicht

Fans stimmten sich aufs Derby ein

Zum Schlussabschnitt gibt es nicht allzu viel zu sagen. Tore gab es keine mehr zu sehen, obwohl es auf beiden Seiten durchaus noch zu Chancen kam. Die Fans auf den Rängen störte das wenig. Neben lange nicht mehr vernommenen Gesängen aus den 90er-Jahren stimmte man sich mit den allseits bekannten Liebesbekundungen auf das rheinische Derby in Köln am Sonntag ein.

Was bleibt von dem Spiel? Vier wunderschöne Tore (alle davon bei Fünf-gegen-Fünf), ein Shutout für Mathias Niederberger, gute Stimmung auf den Rängen. So startet man gerne ins Wochenende. Am Sonntag gibt es das Duell gegen den ewigen Rivalen in der Domstadt, im ISS DOME ist das nächste Eishockey-Fest für Sonntag, den 27.10. geplant. Dann kommen die Iserlohn Roosters (Beginn: 16:30 Uhr).