DEG vor spannendem Duell bei der Wundertüte der Liga

In 12 Tagen ist die Hauptrunde der 25. DEL-Saison vorbei. Auf der Zielgeraden der Spielzeit kommt es für die Düsseldorfer EG im Kampf um eine möglichst gute Ausgangsposition für die Playoffs noch zu fünf hochspannenden Partien. Den Auftakt macht das immer hitzige Duell bei den Iserlohn Roosters am Mittwoch (19.30 Uhr).

Roosters mit Spektakelgarantie

Inzwischen ist man kaum noch überrascht von den Iserlohn Roosters. Doch am vergangenen Sonntag rieb sich doch der ein oder andere wieder einmal verwundert die Augen beim Blick auf das Geschehen am Seilersee. Da waren die nun wirklich nicht erfolgsverwöhnten Sauerländer drauf und dran, die nach verpatztem Saisonstart im Aufwärtstrend befindlichen Thomas Sabo Ice Tigers nach Strich und Faden aus der Halle zu schießen. Was dann auch am Ende geschah. Mit 8:2 siegte das Team von Coach Jamie Bartman. Zumindest ganz theoretisch hielten die Roosters damit auch ihre Playoff-Chancen am Leben, verkürzten sie doch den Abstand auf die nun auf Rang Zehn liegenden Franken auf elf Zähler. Bei noch fünf ausstehenden Partien weiterhin ein nur äußerst vages Ziel. Blickt man auf die Offensiv-Statistiken, ist es kaum zu fassen, dass die Iserlohner die heiße Phase der Saison wohl verpassen werden. In Jon Matsumoto stellen sie den aktuellen Topscorer der Liga (53 Punkte). Dylan Yeo ist der punktbeste Verteidiger der DEL (34 Zähler). Die Roosters – die neben Nürnberg in dieser Saison auch schon Serienmeister EHC Red Bull München acht Treffer in einem Spiel einschenkten (8:2) – haben die drittmeisten Treffer aller Teams erzielt, unter anderem auch drei Tore mehr als die DEG. Doch dann kommt man zum großen „Aber“. Hinten passt nämlich nicht so viel am Seilersee. So fingen sich die zahlreichen Iserlohner Schlussmänner insgesamt 50 Gegentreffer mehr als Rot-Gelb. In Unterzahl haben die Roosters zwar eine gute Quote und sind im Ligavergleich Vierte – das hilft Ihnen allerdings nur bedingt, da sie die mit Abstand meisten Strafminuten kassieren. Rund doppelt so viele wie die DEG zum Beispiel (832:434 Minuten). Feurig waren auch die bisherigen Duelle mit Rot-Gelb. Die Heimteams gewannen alle Partien. Insgesamt fielen 20 Tore.

DEG ohne Vier

Der Spieltagskader von Coach Harold Kreis stellt sich weiterhin größtenteils von alleine auf. Zu den schon länger und auch noch lange ausfallenden Leon Niederberger und Johannes Huß gesellte sich am vergangenen Sonntag auch noch Verteidiger Patrick Köppchen. Der Routinier wird mit einer Oberkörperblessur ca. zwei Wochen nicht zur Verfügung stehen. Ebenso lange wird voraussichtlich auch Christian Kretschmann noch ausfallen.