DEG siegt im Nervenkrimi – 3:2 nach Penaltyschießen in Wolfsburg

Die Düsseldorfer EG hat am Freitagabend einen ganz wichtigen Erfolg gefeiert. Nach vier Niederlagen in Folge siegten die Rot-Gelben vor 2.333 Zuschauern bei den Grizzlys Wolfsburg mit 3:2 (0:1, 2:1, 0:0, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen. Es war der erste Erfolg im Shootout in dieser Spielzeit.

Hadern mit der Chancenverwertung

Die endgültige Bestätigung der Befürchtungen ereilte das Team am frühen Freitagmorgen. Leon Niederberger fällt mit einer Schulterverletzung für den Rest der Spielzeit aus. Damit gesellte sich der Stürmer zum leider immer besser gefüllten DEG-Lazarett, in dem sich schon Jerome Flaake, Bernhard Ebner und Leons Bruder Mathias befinden. Dafür war zum ersten Mal seit Längerem wieder Stefan Reiter mit an Bord. Im Tor begann erneut Fredrik Pettersson Wentzel. Trotz der personellen Situation und den jüngsten Misserfolgen begann die DEG flott und spielerisch ansehnlich. Philip Gogulla hatte gleich zu Beginn zwei Möglichkeiten zur Führung. Die machten allerdings die Wolfsburger, als die DEG-Defensive kurzzeitig die Übersicht verlor und Armin Wurm ganz frei vor dem Kasten übersah. Keine Chance für den schwedischen Goalie. Auch in der Folge waren die Düsseldorfer das bessere Team – abgesehen von einer kurzen Phase in Unterzahl. Aber auch beste Chancen durch Gogulla, Barta, Ridderwall, Olimb oder McKiernan fanden einfach nicht den Weg vorbei an Jerry Kuhn. So war es nach 20 Minuten vor allen Dingen der mangelnden Chancenverwertung zuzuschreiben, dass es mit einem Rückstand in die Pause ging.

Spiel gedreht

Das änderte sich dann glücklicherweise im Mittelabschnitt. Zwar waren es dieses Mal zunächst die Grizzlys, die gefährlich vor das DEG-Tor kamen. Fredrik Pettersson Wentzel war einmal bereits geschlagen, doch der Pfosten rettete für Rot-Gelb. Dann drehten die Gäste den Torhahn auf. Den Anfang machte einer, mit dem man da nicht unbedingt rechnen konnte. Christian Kretschmann traf erstmals seit seinem Weggang aus Krefeld 2017 gegen einen Verein, bei dem er nicht zuvor gespielt hat – bislang vier Treffer gegen die Pinguine, zwei gegen Augsburg. Am Freitag wurde er sehenswert von Manuel Strodel eingesetzt und verwandelte sicher zum Ausgleich. Der zweite Assist ging an Patrick Köppchen. Völlig gedreht wurde die Partie dann in der ersten Überzahlsituation für die DEG. Marco Nowak ließ im vierten Versuch Jerry Kuhn keine Chance mehr. Die Vorarbeit kam von Kenny Olimb und John Henrion. Aber die Führung brachte das Team von Harold Kreis nicht über die Runden. Als Henrion für zwei Minuten raus musste, hielt Sebastian Furchner den Schläger in einen Schuss von Wade Bergman und der abermalige Ausgleich in der 38. Minute war perfekt.

Nervenstärke im Penaltyschießen

Das letzte Drittel gestaltete sich ausgeglichen. Vorne kamen Alex Barta und Kenny Olimb zu vielversprechenden Abschlüssen. Auf der anderen Seite bauten auch die Hausherren ihrerseits Druck auf. Besonders in einer Überzahl, als der Kapitän bei der DEG draußen saß, wurde es heikel. Tore fielen in dieser Phase allerdings nicht. Richtig hektisch wurde es erst wieder als die Uhr stetig aber sicher ablief. Erst musste Fredrik Pettersson Wentzel innerhalb kürzester Zeit eine Kopfpuckabwehr, dann eine richtig gute Parade mit dem Schoner auspacken, dann versuchte es Jaedon Descheneau mit individueller Klasse. Die zweite Überzahl des Spiels mit ablaufender Uhr brachte nicht den Erfolg der ersten. So ging es einmal mehr in die Overtime. Kurz bevor die ablief hatte Braden Pimm die besten Möglichkeit, aber Jerry Kuhn packte eine Glanztat aus. Es ging also ins Shootout. Da sah die DEG in dieser Spielzeit bislang überhaupt nicht gut aus. Und es wurde zu einem Nervenkrimi. Wolfsburg traf zuerst durch Will Wrenn. Jaedon Descheneau gelang der Ausgleich. Dann dauerte es bis zur sechsten Paarung ehe John Henrion den Puck humorlos ins Netz hämmerte. Jetzt kam es auf Fredrik Pettersson Wentzel an. Und der Schwede hielt gegen Marius Möchel. Die DEG damit mit dem ersten Overtime-Sieg der Saison.

Der Spielmarathon führt die Rot-Gelben jetzt erstmal wieder in die Heimat. Am Sonntag gastieren die Augsburger Panther im ISS DOME. Erstes Bully ist zum Abschluss des Spieltags um 19 Uhr. Tickets gibt es noch unter www.degtickets.de und an der Abendkasse.

Strafminuten: Wolfsburg 6 – DEG 8