Auftakt ins Jahr 2019 – DEG in Schwenningen

Das letzte Feuerwerk glüht noch in der Ferne, das finale Stück Fondue ist noch nicht lange verschlungen, da heißt es schon wieder und endlich: DEL-Eishockey steht vor der Tür. Am Mittwochabend (19.30 Uhr) gastiert die Düsseldorfer EG zum ersten Spiel des Jahres bei den Schwenninger Wild Wings in Baden-Württemberg.

Wild Wings mit britischem Schub

Es war eine durchaus vieldiskutierte und überraschende Personalie, die die Schwenninger Wild Wings da Anfang November verkündeten. Der zu diesem Zeitpunkt abgeschlagene Tabellenletzte präsentierte Paul Thompson als neuen Coach. Nachdem sich die Süddeutschen von Ex-Nationaltrainer Pat Cortina getrennt hatten und die Playoffs eh schon in unerreichbarer Ferne schienen, setzten sie also auf einen völligen Neuling im deutschen Eishockey. Der 53-jährige in Singapur geborene Übungsleiter hatte seine bisherige Karriere fast ausschließlich in England verbracht – und das ist ja nicht gerade als Eishockeyhochburg bekannt. Doch das Experiment, das zu Beginn von vielen belächelt wurde, scheint Früchte zu tragen. Unter Thompson hat das Team das Siegen wiederentdeckt. Setzte es in den ersten sechs Saisonpartien beispielsweise noch satte vier deutliche Zu-Null-Niederlagen, trifft das Team unter dem neuen Coach wieder in jedem Spiel. Besonders eindrucksvoll waren die beiden Siege (4:0, 2:1) über Tabellenführer Adler Mannheim. Die Wild Wings sendeten damit nicht nur Zeichen an die Liga, dass sie die katastrophal begonnene Saison ordentlich zu Ende bringen wollen. Inzwischen ist sogar eine Playoff-Teilnahme nicht mehr unmöglich. Damit das gelingt, muss natürlich alles passen. Dustin Strahlmeier, immerhin aktueller DEL Torhüter des Jahres, muss seine Leistung ebenso abrufen wie die Top-Scorer Anthony Rech und Ville Korhonen. Ex-DEG-Stürmer Simon Danner spielt im Tabellenkeller statistisch gesehen eine der besten Spielzeiten seiner Karriere und gehört vereinsintern zu den Besten.

Auch wenn die beiden jüngsten Partien der Schwenninger gegen die Kölner Haie (1:4) und bei den Augsburger Panthern (1:8) deutlich verloren gingen und so die Playoff-Chancen der Wild Wings weiter gesunken sind: Unterschätzen darf man dieses Team keineswegs!