Harte Arbeit wird belohnt – 3:1 gegen den Meister

Der amtierende deutsche Dreifachmeister aus München gastierte im ISS DOME, Grund genug für die DEG sich rauszuputzen. Erstmals lief die Mannschaft im meisterlichen Türkis der 90er-Jahre auf und hielt folgerichtig prächtig mit dem Titelträger mit. Nach einer ansehnlichen und kampfreichen Partie bejubelten 7.845 Zuschauer einen 3:1-Erfolg (1:0; 0:0; 2:1).

Vor dem ersten Bully ließ die DEG-Familie den Jubilar Patrick Köppchen hochleben. Als erst 4. Spieler der DEL-Geschichte ist er nun Mitglied des exklusiven 1000er-Clubs und gesellt sich damit zu Daniel Kreutzer, Mirko Lüdemann und Niki Mondt. Die Partie zwischen Meister und DEG begann etwas behäbig. Viele Aktionen im Mitteleis, wenig klare Szenen in den Offensivdritteln. Die erste echte Chance in der Partie hatte Alexander Barta per Schlenzer von der Seite, Jaedon Descheneau verpasste den Abpraller knapp (6.). Richtig Alarm machten beide Mannschaften allerdings in Überzahl. Zunächst die Gäste, die offenkundig auf den starken Schuss von Derek Joslin hofften und immer wieder seine Kelle suchten. Die DEG hielt aber stand und durfte kurz darauf ihrerseits ihr Glück versuchen. Der Punkt im linken Bullykreis, der in der NHL liebevoll Ovi’s Office genannt wird, weil Weltstar Alex Ovechkin von dort seine meisten Treffer macht, wurde nun zu Henrion’s Office. Einen Pass von Marco Nowak schloss er im Ovechkin-Stil per Direktabnahme ab und bezwang damit Danny aus den Birken im Tor der roten Bullen (10.). Im Weiteren zeigte München eine sehr kultivierte Spielanlage, brachte Mathias Niederberger aber nie wirklich in Verlegenheit, die DEG setzte immer wieder offensive Spitzen.

Die vier Heroen des 1000er-Clubs – Alle Bilder: Birgit Häfner

Zum zweiten Drittel eines vorweg: Tore fielen nicht, aber es war definitiv ein torloses Drittel der besseren Sorte. Los ging es mit übrig gebliebenem DEG-Powerplay aus dem ersten Abschnitt und einem Schockmoment. Frank Mauer ließ bei einem Befreiungsangriff Marco Nowak aussteigen und war plötzlich alleine vor Niederberger. Der behielt aber Nerven und Schoner im Griff und parierte. Kurze Zeit später: die DEG wieder in Überzahl, wieder ein Münchner per Konter durch. Justin Shugg war nur noch regelwidrig zu stoppen und trat zum folgerichtigen Penalty selber an. Mathias Niederberger blieb lange mittig stehen und bot Shugg keine Ecke an, die DEG blieb in Front. In der Folge München oft druckvoll im Düsseldorfer Drittel, aber immer war ein türkises Bein oder Niederberger im Weg.

Shugg scheitert an Niederberger

Auch im Schlussabschnitt versuchte der Meister, das Abwehrbollwerk der DEG zu brechen. Mitten in die bayerischen Bemühungen hinein platzte aber Ken André Olimb mit einem satten Schlagschuss in den Winkel, dem aus den Birken nur hinterherschauen konnte (50.). Spannend wurde es trotzdem nochmal. Erst verpasste Deschenau im Alleingang die Vorentscheidung und dann war Mathias Niederberger doch einmal geschlagen. Aus dem Bully-Gewusel heraus zog Konrad Abeltshauser. Sein Schuss wurde unhaltbar von Trevor Parkes abgefälscht (53.). Lange dauerte es aber nicht bis der alte Abstand wiederhergestellt war. Einen 3:1-Konter nutzte die DEG zum 3:1. Nach einem Zuckerpässchen von Jerome Flaake verwandelte Calle Ridderwall eiskalt. Nun brannte nichts mehr an und die DEG feierte einen erkämpften und verdienten Sieg gegen München.

Türkise Jubeltraube

Es folgen zwei schwere Auswärtsspiele in Nürnberg und Mannheim, ehe am kommenden Sonntag (9.12.) der ERC Ingolstadt im ISS DOME gastiert. Dann lädt die Düsseldorfer EG zum Seniors Day.