Vorschau auf das Wochenende; Kretschmann ersetzt Strodel

Auch wenn jede Serie ein Ende haben muss – die der Düsseldorfer EG ist immer noch nicht gestoppt. Sieben Siege feierte das Team von Chefcoach Harold Kreis in den ersten sieben Partien. Nun geht es zu den Grizzlys Wolfsburg (Freitag, 19.30 Uhr), ehe am Sonntag das erste Straßenbahnderby der Saison gegen die Krefeld Pinguine ansteht. Erstes Bully im ISS DOME ist um 16.30 Uhr.

Grizzlys mit Startschwierigkeiten

Die erfolgsverwöhnten Wolfsburger blicken bislang ähnlich wie in der Vorsaison auf einen enttäuschenden Start in die Spielzeit zurück. Nach sechs Niederlagen und nur einem Sieg stehen die Niedersachsen auf dem vorletzten Platz der Tabelle und müssen einmal mehr das Feld von hinten aufrollen. Namhafte Abgänge in der Sommerpause, dazu der Wechsel des langjährigen Erfolgscoachs Pavel Groß nach Mannheim – da waren Schwierigkeiten vorprogrammiert. Chancenlos sind die Grizzlys bislang auch nur selten gewesen. Dass aus den letzten drei Partien nur ein Punkt raussprang, mutet angesichts der Spielverläufe schon fast kurios an. Beim Tabellenzweiten in Mannheim hatten die Wolfsburger einen 0:2-Rückstand in ein 3:2 gedreht, nur um am Ende doch deutlich mit 3:6 zu unterliegen. In Krefeld lag das Team nach furioser Anfangsphase sogar 3:0 in Front. Am Ende hieß es 3:4 aus orange-schwarzer Sicht. Zuletzt sprang gegen den ERC Ingolstadt immerhin besagter Punkt heraus, als man mit 1:2 in der Verlängerung das  Nachsehen hatte. Top-Torschütze ist mit Spencer Machacek ein alter Bekannter. Der letztjährige DEG-Stürmer kommt wie Kris Foucault und Christoph Höhenleitner auf bislang drei Treffer.

Pinguine überraschen

Ganz anders sieht die Stimmung momentan bei den Krefeld Pinguinen aus. Das Team von Ex-DEG-Spieler und Neu-Pinguine-Coach Brandon Reid hatten vor der Spielzeit außerhalb der Seidenstadt nur die wenigsten Experten auf der Rechnung. Und der Start schien diese Einschätzungen zu bestätigen. Am Auftaktwochenende setzte es Niederlagen gegen Bremerhaven und Ingolstadt bei satten elf Gegentreffern. Auch in der darauffolgenden Partie lagen die Krefelder gegen Iserlohn bereits mit 1:3 und 2:4 zurück. Doch dann zeigte das Team auf einmal ein anderes Gesicht. Nicht nur die Roosters mussten dies erleben, als die Pinguine die Partie noch drehten und in der Overtime für sich entschieden. Schwenningen, Wolfsburg und sogar Meister EHC Red Bull München verließen an den folgenden Spieltagen allesamt das Eis als Verlierer gegen Daniel Pietta und Co.. Vor allen Dingen die Offensive glänzt bislang. Mit sechs Punkten ist Kapitän Pietta entgegen vieler Vorjahre eben nicht allein auf weiter Front, sondern nur an fünfter Stelle der mannschaftsinternen Scorerwertung. Die führt Neuzugang Jacob Berglund mit neun Punkten an. Damit hat der Schwede nur einen Zähler weniger auf dem Konto als in 49 Partien für Ingolstadt in der Vorsaison. Auch Jordan Caron, Chad Costello und Phillip Bruggisser (je 7) punkteten kräftig. Nachholbedarf besteht angesichts von 23 Gegentoren in der Defensive.

Kretschmann vor Debüt

Zum schon länger ausfallenden Jerome Flaake gesellt sich nun leider auch Manuel Strodel. Der Stürmer erlitt gegen Berlin eine Schultereckgelenkssprengung und wird in den kommenden Monaten nicht zur Verfügung stehen. Seinen Platz im Kader nimmt Christian Kretschmann ein. Der ehemalige Krefelder und Augsburger ist rechtzeitig wieder fit und soll seine ersten Einsätze bekommen. Auch Verteidiger Johannes Huß – zuletzt bei Kooperationspartner EC Bad Nauheim im Einsatz – wird wieder zum rot-gelben Aufgebot gehören.