Wieder gewinnt Augsburg – auch im vierten Anlauf kein Sieg

Neues Jahr, neues Glück, neue Anfahrt. Nach dem ereignisreichen 2017 beginnt das DEG-Jahr 2018 mit einer großen Neuerung. Endlich geht die langersehnte Straßenbahnanbindung in Betrieb und bringt die DEG-Fans fortan bequemer und schneller zum ISS DOME. Zur Premiere kamen 8.129 Zuschauer und sahen ein 2:3 nach Verlängerung (1:1; 0:0; 1:1; 0:1) gegen die Augsburger Panther, die sich so langsam zum Angstgegner unserer DEG mausern.

Die ersten Jahreseishockeyminuten daheim kamen in Form eines schnellen Spiels mit wenigen Unterbrechungen und wenig klaren Torszenen daher. Es war nicht schlecht anzuschauen, aber die Torhüter Bakala und Roy standen erst später im Mittelpunkt. Die erste nennenswerte Chance für die Gastgeber folgte nach einem Distanzschuss von Marko Nowak, den Daniel Weiß im Nachfassen zu verwerten versuchte. Im direkten Gegenstoß bediente Derek Dinger mit einem schönen Pass den mitgelaufenen Christian Kretschmann, Bakala war aber hellwach und zur Stelle (4.). Augsburg kam jetzt immer besser in die Partie und durch Trevor Parkes zur nächsten Torchance. Darryl Boyce wusste sich nur mit einem Foul zu helfen und in der daraus resultierenden Überzahl klingelte es. Eigentlich hatte Rot-Gelb gut verteidigt, aber als eine schöne Passstafette durch einen Schlagschuss von Mark Cundari gekrönt wurde, jubelten die Gäste (9.). Wenig später dann das nächste Powerplay für Augsburg und wieder ein Tor. Dieses Mal aber auf Seiten der DEG. Daniel Weiß bekam die alleinige Konterchance und kannte gegen seinen Ex-Verein keine Gnade. Per Rückhandheber unter die Latte wurde Olivier Roy geschlagen. Die restlichen Minuten bestritt die DEG mit deutlich mehr Elan und Esprit, weitere Tor gab es allerdings nicht.

Durch den neuen Tunnel ins neue Jahr – Alle Bilder: Birgit Häfner

Treffer gab es auch im Mittelabschnitt nicht zu bestaunen. Überhaupt lud das Drittel nicht unbedingt zum Staunen ein, lieferten doch beide Mannschaften zugegebenermaßen nicht gerade eine Glanzleistung ab. Intensiv war es wohl, produktiv aber eher weniger. Viele Szenen in der neutralen Zone, wenige Torschüsse. Zu erwähnen sind einzig ein Pfostenstreifschuss von Eddi Lewandowski (21.), ein Einschubversuch von Trevor Parkes am kurzen Pfosten (30.) und ein Handgelenkschuss von Machacek (31.). Die Hoffnungen beider Teams ruhten auf Drittel Nr. 3.

Daniel Weiß nach seinem Kabinettstückchen

Da sah dann alles auch gleich schon wieder viel besser aus. Wo vorher noch Fehlpässe waren, kamen die Scheiben wieder an, wo vorher beide Torhüter untätig waren, war nun mehrfach beherztes Eingreifen gefragt. Vor allem Olivier Roy musste ran, weil die DEG jetzt ganz offensichtlich energisch den Dreipunktesieg in Angriff nehmen wollte. Nowak per Schlagschuss (43.) und Bordson alleine im Slot (45.) scheiterten noch, aber der nimmermüde Alex Barta traf ins Glück. Er und Machacek setzen sich hinter dem Kasten hart im Zweikampf durch und plötzlich bot sich für den DEG-Topscorer die Gelegenheit, den Puck an Roy vorbeizulegen. Gesagt, getan, geführt! In der Folge gab es sogar noch die ein oder andere Gelegenheit, die Führung auszubauen, aber leider wollte der Puck nicht noch einmal in die Maschen. Augsburg war bemüht, aber offensiv nicht zwingend. Zur Hilfe kam ihnen allerdings ein satter Sonntagsschuss von Scott Valentine, der über die Fanghand von Dan Bakala hinweg in Richtung Ausgleich flog (56.). In der Schlussminute versuchte es Strodel nochmal mit der Brechstange, aber Roy spitzelte ihm die Scheibe mit seiner Kelle vom Schläger.

Ästhetische Rudelbildung

In der Verlängerung sorgte der vermehrte Platz auf dem Eis für ein wildes Hin und Her. Gabe Guentzel per Alleingang und Alex Barta mittels Bauerntrick hätten es jeweils bereits entscheiden können, letztlich war es aber AEV-Verteidiger Mark Cundari vorbehalten, der DEG den Sudden Death zu verpassen und seiner Mannschaft den Zusatzpunkt zu sichern.

Gegen Augsburg soll es in dieser Saison nicht sein. Viermal musste die DEG eine Niederlage einstecken. Schon am Mittwoch (Bully: 19:30 Uhr) gilt es, vergleichbares gegen die Schwenninger Wild Wings zu verhindern. Auch gegen den SERC tut sich die Mannschaft von Mike Pellegrims bislang schwer. Also: ab in die 701, ab zum Dome!

 

(MA)