Historie

Die Düsseldorfer EG: Titel, Tränen und Triumphe!

Das Eishockey in Düsseldorf blickt auf eine bewegte und bewegende Geschichte zurück. Aushängeschild des schnellsten Mannschaftssportes der Welt in der rheinischen Metropole war seit jeher die Düsseldorfer EG.

 

Die Anfänge

Am 8. November 1935 wurde die Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft gegründet. Bereits einige Wochen zuvor war der Grundstein für das Eisstadion an der Brehmstraße gelegt worden. Der sportbegeisterte Industrielle Ernst Poensgen hatte beides in die Wege geleitet. Das Düsseldorfer Stadion war erst das dritte Eisstadion in Deutschland überhaupt. Zu jenen Zeiten fasste es – ohne Dach – nur knapp über 8.000 Zuschauer.

Erster namentlich bekannter Trainer war der Kanadier Bobby Bell. Als erste Spieler der Vereinsgeschichte gelten Namen wie Seyppel, die Gebrüder Orbanowski, Rickmann, Hake oder Lucas. Der zweite Weltkrieg verhinderte jedoch den Aufbau eines regelmäßigen Spielbetriebes. 1944, in der letzten Deutschen Meisterschaft vor Kriegsende, erreichte die DEG Platz drei.

 

Der Wiederaufbau

Der Krieg hatte weite Teile Düsseldorfs zerstört. Auch das Eisstadion an der Brehmstraße war betroffen. Dies hatte natürlich auch Auswirkungen auf den Sport und die DEG. Sie musste in Krefeld trainieren. In dieser Zeit bildeten Namen wie (wieder) Orbanowski, Kessler, Dicker, Hillmann, Ulrich, Becker oder Rohde ein erstes DEG-Nachkriegsteam. Im Jahre 1946 wurde die NRW-Meisterschaft eingeführt – mit der Düsseldorfer EG als erstem Titelträger!

In den 50er-Jahren spielte die DEG meist in der Oberliga, der damals höchsten Spielklasse. In dieser Zeit gab es sogar Fusionspläne mit Fortuna Düsseldorf, die aber nicht umgesetzt wurden. 1958 startete die DEG in der neu gegründeten Eishockey-Bundesliga, tat sich aber sportlich zunächst schwer und stieg einige Male auf und ab.

 

Die ersten Meisterschaften

Ab den 60er Jahren gehörte der Club aus der Landeshauptstadt endgültig zur Elite des deutschen Eishockeys. Auch die Zuschauerzahlen stiegen an. Die erste Meisterschaft konnte 1967 gefeiert werden. Dieser Titel ist untrennbar mit Namen wie Schneitberger, Reif, Gossmann (später Präsident des DEB), Breidenbach und  Gregory verbunden, aber auch mit denen des Vereinsvorsitzenden Ramroth und des Trainers Rampf. Weitere umjubelte Titel folgten 1972 und 1975 – inzwischen auch mit der DEG-Legende Walter Köberle. Die Zuschauerresonanz an der Brehmstraße, die eine berühmte Festung wurde, war enorm. Die Kapazität des Stadions, das 1969 überdacht worden war, betrug 10.500.

 

Die glorreichen 90er Jahre

Nach sportlich und finanziell durchwachsenen 80er Jahren folgte das beste Jahrzehnt der Clubgeschichte. Die DEG konnte insgesamt fünf Meisterschaften erringen. Trainer wie Hans Zach oder Hardy Nilsson und Spieler wie Peter John Lee, Chris Valentine, Andreas Niederberger, Uli Hiemer, Mike Schmidt oder Helmut de Raaf prägten das Gesicht der DEG und der gesamten Liga. Bis 1994 war die Brehmstraße eigentlich immer ausverkauft. 1990, 1991, 1992, 1993 und 1996 reckten Düsseldorfer Kapitäne die Meisterschale unter das Hallendach – eine unvergessliche Zeit.

 

Ein Jahrzehnt „DEG METRO STARS“

1998 folgte der finanziellen Zusammenbruch und der Neustart in der zweiten Liga. Trotz des Wiederaufstieges im Jahr 2000 kam die DEG nicht mehr in ruhiges Fahrwasser. 2002 stieg die Metro als starker Partner und Namenssponsor ein und stabilisierte den Club. Insgesamt zehn Jahre spielten die „DEG METRO STARS“ in der schon 1994 eingeführten Deutschen Eishockey Liga (DEL). In dieser Zeit fiel auch der Umzug in den ISS DOME (2006). Die DEG METRO STARS erspielten sich mehrere Deutsche Vizemeisterschaften und den Pokalsieg 2006, eine neunte Meisterschaft kam aber nicht hinzu.

 

Die „Rückkehr“ der Düsseldorfer EG

2012 stieg die Metro als Sponsor und Namensgeber aus. Die Suche nach einem neuen starken Partner blieb zu dieser Zeit erfolglos. Die Toten Hosen unterstützen „ihre“ DEG mit einem Freunde-Trikot und einer „Rot-Gelben“ Nacht. Sportlich trat die DEG in zwei Spielzeiten mit einem kleinen Etat und sehr jungen Teams an. Diese spielten mit viel Herz und Leidenschaft, belegten aber dennoch zweimal nur den letzten Tabellenplatz.

In den folgenden beiden Saisons folgte der ersehnte sportliche Aufschwung - auch durch die tatkräftige Mithilfe des Gesellschafters Peter Hoberg sowie der Stadt Düssseldorf. Zwei fünfte Plätze nach der Hauptrunde sowie das Erreichen des Halbfinales (2015) und der Viertelfinales (2016) waren die sportliche Belohnung - denen noch viele weitere folgen sollen!