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Aus Liebe zur DEG

Sie sind mitten unter uns. Sie stechen aus der Masse heraus, gehören dennoch dazu. Sie setzen sich ein – für die DEG und alle ihre Anhänger. Sie sind Teil unseres Clubs, in einigen Fällen schon seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Sie sind bei jedem Heimspiel im ISS DOME. Und das alles ehrenamtlich. Fanordner bei der Düsseldorfer EG – kein Beruf, sondern eine Berufung.

Woche für Woche wiederholt sich das Spiel. Nachdem Job und Alltag hinter ihnen liegen und für die meisten Menschen die Freizeit beginnt, heißt es auch für die Fanordner: Auf zur DEG. Nur eine wenige Unentwegte, die sich seit Jahren schon lange vor Öffnung der Türe und Tore an der Heimspielstätte der Rot-Gelben versammeln, sind schon da. Zweieinhalb Stunden vor Spielbeginn treffen sich alle im ISS DOME. Die neongelben Pullover, die später auf den Tribünen so herausstechen, werden hier jetzt übergestreift, die Aufgaben des Tages besprochen. Fast bei jedem Spiel gibt es eine Besonderheit, etwas zu beachten. Noch ist etwas Zeit bis zum großen Ansturm, aber allmählich begeben sich die freiwilligen Helfer auf ihre Positionen. Fast jeder Ordner hat seinen Stammplatz. Besonders die, die Jahr für Jahr, Spiel für Spiel immer wieder dabei sind (siehe Kasten). Sie werden an den Eingängen gebraucht, auf den Tribünen, an den Aufgängen. Spätestens 20 Minuten vor Stadionöffnung sind sie auf ihren Positionen und bereit. Dann beginnt die heiße Phase. Die Türen werden geöffnet und der Zuschauerstrom beginnt – die Dauerkarteninhaber zuerst. Karten werden kontrolliert, die Treppen freigehalten, sich anbahnende Konflikte schon im Keim erstickt. In der Hektik des abendlichen oder wochenendlichen Spielbesuchs, bewahren sie die Ruhe und den Überblick.

Rund 45 Fanordner sind an einem normalen Spieltag im Einsatz. Und das an allen 26 Spieltagen der Hauptrunde. Dabei steht der Spaß am Eishockey ganz klar im Vordergrund. Ohne den geht es nicht. „Die Liebe zum Verein muss schon groß sein“, sagt Barbara Siebert, Einsatzleiterin der Fanordner. Sie selbst und ihre Freundin und Kollegin Ela Goffin sind seit 2014 dabei. Als sie gefragt wurden, zögerten die beiden jedoch keine Sekunde und haben es bis heute nicht bereut. „Das ist einfach unser Teil, etwas für den Verein zu tun. Entweder als Fan durch den Support oder eben jetzt so durch unsere Arbeit.“

Pommes in der Popcorn-Tüte

Wenn das erste Bully fällt, ist die Hauptlast erst einmal gestemmt. Beim Einlass sind die Fanordner besonders gefragt – und natürlich in den Pausen. Da gehen viele nochmal raus, legen eine Raucherpause ein. Während der Partie ist es dann oft ruhiger. Die Aufgänge in den Blöcken müssen frei bleiben. Im Sitzplatzbereich wird darauf geachtet, dass keine Füße auf den Sitzen landen. Bleibt alles im Rahmen – und das ist meistens der Fall – dann können auch die Fanordner das Spiel von ihren Positionen aus richtig gut verfolgen. Manchmal ertappt man den ein oder anderen, der versucht, die Regeln kreativ zu umgehen. „Auch Pommes in der Popcorn-Tüte sind im Innenraum nicht erlaubt“, lacht Barbara Siebert und spielt damit auf das Gebot an, keine “Pommes in der Schale“ mit auf die Plätze zu nehmen. „Es gibt immer mal wieder ein paar Pappenheimer, die Probleme machen wollen“, sagt Ela Goffin. „Aber im Großen und Ganzen kommen wir eigentlich mit allen gut klar.“

Sollte es doch einmal zu Auseinandersetzungen kommen, greifen die Fanordner höchstens verbal ein. Wenn mit Worten nichts mehr erreicht werden kann, dann ist der Ordnungsdienst von Klüh an der Reihe. Die Abstimmung auf kurzem Weg im ISS DOME ist gelebte Routine.

Ordner sein – noch dazu auf ehrenamtlicher Basis. Da gehört schon viel Leidenschaft dazu. Und noch mehr. Es wundert kaum, dass sich die Alltags-Berufe der Frauen und Männer in Neongelb oft in ähnliche Richtungen entwickeln. Barbara Siebert beispielsweise arbeitet beim Ordnungsamt. Andere kommen aus dem Beschwerdemanagement oder waren bei der Bundeswehr.

Auch abseits der DEL-Partien ist die Gruppe gelegentlich für die DEG unterwegs. Sei es bei Autogrammstunden, rot-gelben Feiern im Stahlwerk oder im Sonderzug. Wirkliche Probleme gibt es dabei eigentlich nie. Das Zusammenspiel von Fans und Fanordnern funktioniert reibungslos. Klar, schließlich sind doch alle letztlich aus dem gleichen Grund dort: Eben aus Liebe zur DEG.

 

Falls Euer Interesse geweckt wurde.

Ihr seid bei unseren Spielen im ISS DOME eh immer dabei und möchtet könnt euch vorstellen, ein Teil der sympathischen Gruppe zu werden?

Das Wort „Ehrenamt“ ist für euch mehr Berufung als Abschreckung?

Ihr habt Spaß an der Aufgabe und neongelb steht euch sowieso am allerbesten?

Dann freuen sich Fanordner und DEG über eure Mail an siebert7@web.de.