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Kuriose Gegentore: DEG unterliegt in Augsburg

Die Düsseldorfer EG konnte beim Überraschungsteam Augsburger Panther keine Punkte ergattern. In Schwaben verloren die Rot-Gelben vor 5.595 Zuschauern am Donnerstag-Abend mit 2:4 (1:2, 0:1, 1:1). Dabei war bei drei Treffern der Hausherren kurioserweise ein DEG-Spieler zuletzt an der Scheibe.

Zwei markante Änderungen nahm Christof Kreutzer im Vergleich zur Partie gegen Schwenningen am Dienstag vor. Alexander Preibisch kehrte in den Kader zurück, dafür saß Chris Minard dieses Mal draußen. Einen Wechsel gab es zudem im Tor. Dort startete Felix Bick anstelle von Mathias Niederberger.

Und die Partie kannte kein langes Abtasten. Es ging gleich zu Beginn Schlag auf Schlag. Stockschlag hieß es zum Beispiel nach knapp zwei Minuten gegen Rob Collins. Die Überzahl nutzten die Augsburger Panther mit einer guten Portion Glück auf ihrer Seite zum schnellen 1:0. Mark Cundari mit dem Schuss, den Bernhard Ebner unglücklich und unhaltbar für Felix Bick in den eigenen Kasten ablenkte. Die Antwort der DEG wiederum konnte sich sehen lassen. Keineswegs geschockt, bediente Rob Collins Sturmkollege Alexej Dmitriev und unsere Nummer 42 netzte per Bauerntrick zum 1:1 ein – keine vier Minuten waren da um. Die zweite Vorlage kam von Maxi Kammerer. Dieses Tempo hielt das Match nicht ganz. Augsburg mit Selbstbewusstsein, vor heimischem Publikum in der Folge gefährlicher und folgerichtig auch mit dem 2:1 durch Ben Hanowski, der einen schönen Spielzug erfolgreich abschloss. Die besten Chancen im ersten Drittel auf DEG-Seite hatten noch Daniel Weiß, der den Pfosten traf, und erneut der emsige Alexej Dmitriev.

Auch im Mitteldrittel ein ähnliches Bild. Gefährliche Panther-Möglichkeiten, aber immer wieder Felix Bick teils akrobatisch zur Stelle. Auf der anderen Seite half der Pfosten den Gastgebern erneut. Dieses Mal gegen den Schuss von Tim Conboy. Und der US-Amerikaner wurde dann zur tragischen Figur. Einen Sonntagsschuss von Thomas Holzmann aus spitzem Winkel fälschte der Routinier wohl ins eigene Netz ab – auch wenn es selbst in den TV-Bildern nicht eindeutig zu erkennen war, wie der Puck den Weg über die Linie fand. Sicher war nur, dass es ein Treffer war. Nicht so in der nächsten Szene. Da waren letztlich fast alle Spieler im und um den Torraum der Augsburger versammelt. Es gab den Videobeweis – leider aber nicht den Anschlusstreffer für die DEG.

Und die unfassbare Serie fand im dritten Abschnitt seine Fortsetzung. Zum dritten Mal an diesem Abend lenkte letztlich ein DEG-Spieler den Puck in den eigenen Kasten – zum zweiten Mal war es Bernhard Ebner. Einen verunglückten Rettungsversuch konnte Felix Bick noch parieren, von dort prallte der Puck dann aber erneut gegen den Schläger der Nummer 67. Das 1:4 war gleichzeitig der Schlusspunkt im Spiel für Bick, der eigentlich eine gute Partie machte, nun aber von Christof Kreutzer geschützt wurde. Für die letzten 18 Minuten kehrte Mathias Niederberger ins Tor zurück. Ein weiterer Treffer fiel zunächst nicht mehr. Auch nicht, als Brandon Yip ein Penalty zugesprochen wurde. Die Scheibe brachte er allerdings nicht an Jonathan Boutin vorbei. Das 2:4 dann zu spät und nur noch Ergebniskosmetik. Tim Schüle verkürzte 77 Sekunden vor Ende nach Vorlage von Maxi Kammerer und Rob Collins.

Nach einer langen Rückfahrt in der Nacht von Donnerstag auf Freitag steht am Wochenende die nächste Auswärtspartie auf dem Programm. Am Sonntag um 16.30 Uhr gastiert die DEG bei den Iserlohn Roosters am Seilersee.

Strafminuten: Augsburg 8 – Düsseldorf 10+10