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Schlusspunkt 2016

Nach den zwei schweren Spielen in Mannheim und Wolfsburg, die leider nicht erfolgreich gestaltet werden konnten, sollte es vor eigenem Publikum beim Jahresendspiel gegen den ERC Ingolstadt endlich wieder klappen mit Punkten. Vor 7434 Zuschauern zeigte die DEG eine couragierte Leistung, konnte sich aber letztlich beim 1:2 nach Verlängerung (0:1; 0:0; 1:0; 0:1) nur einen einzigen Zähler gegen die bayerischen Gäste erkämpfen.

Mit viel Schwung und Offensivdrang eilte die in blau gekleidete DEG aus der Kabine und begann sofort, Timo Pielmeier im Kasten der Gäste warm zu schießen. Lewandowski (1.), Weiß (2.) und Yip (4.) brachten die ersten Scheiben in Richtung Tor. Die Hausherren erhöhten den Druck zusehends und erarbeiteten sich nun Chance um Chance. Gleich zweimal hämmerte Kurt Davis den Puck Richtung Tor, fand die Lücke aber nicht. Auch Kammerer aus spitzem Winkel und Courchaine von der blauen Linie kamen nicht an Pielmeier vorbei. Das sich anschließende erste Powerplay brachte der DEG leider nichts ein. Kaum waren die Donaupanther dann wieder komplett, nutzten die Gäste einen ihrer ersten Auftritte in der Nähe von Mathias Niederberger zum nicht ganz verdienten Führungstreffer. Der immer gefährliche Thomas Greilinger fuhr alleine ins Drittel und schummelte die Scheibe durch die Beine von Niederberger (13.). Der ganz große Druck war jetzt etwas raus dem DEG-Spiel und die Gäste kamen durch David Elsner (Handgelenkschuss aus mittiger Position) und abermals Thomas Greilinger (Bauerntrick) zu weiteren guten Gelegenheiten. Dennoch spiegelte der Spielstand nach 20 Minuten nicht unbedingt das Geschehen auf dem Eis wider.

Dramatik in der Verlängerung: Erst vergibt Conboy einen Alleingang... - Alle Bilder: Birgit Häfner

Der Mittelabschnitt begann mit einer Überzahl für die DEG. Wie in den letzten Spielen häufiger zu beobachten, gelang der Aufbau einer druckvollen Box nicht gut genug, um den Gegner in Verlegenheit zu bringen. Kaum waren die Schanzer wieder komplett, hätte es um ein Haar das zweite Mal hinter Mathias Niederberger eingeschlagen. Doch auf dem Boden liegend konnte der Schlussmann den Gegentreffer verhindern. Die DEG bemühte sich redlich, aber der ERC verteidigte schlau und konterte flink. Die beste rot-gelbe Chance des Drittels gelang in Form eines Konters. Alexander Preibisch warf den Turbo an und bediente Chris Minard, der aber nicht an Timo Pielmeier vorbeikam. Die Pausensirene war schon ganz nah und dennoch zog John Laliberte mit Speed in Richtung Tor. Die Scheibe wäre wohl noch vor der Sirene über die Linie gerutscht, aber Niederberger war zur Stelle und sicherte den Spielstand.

Das letzte Spieldrittel im Jahr 2016 begann mit einer Schrecksekunde für die DEG-Fans als Routinier Rob Collins einen bei ihm nur sehr selten zu sehenden Fehlpass spielte und Thomas Greilinger alleine aufs Tor fahren konnte. Zum Torerfolg kam es jedoch nicht. Insgesamt kam recht wenig zustande auf dem Eis bis gegen beide Mannschaften je eine Strafzeit verhängt wurde und deutlich mehr Platz auf dem glatten Geläuf war. Hier tat sich urplötzlich eine Lücke für Alexander Barta auf und der ehemalige Ingolstädter fackelte nicht lange. Mit Kraft und Präzision hämmerte er den Puck zum umjubelten Ausgleich in die Maschen. Nun war alles wieder offen und beide Teams suchten ihr Heil in der Offensive. Beide schienen keine große Lust auf Verlängerung und umso größere auf drei volle Punkte zu haben. Kurz vor Schluss wanderte Tim Conboy sogar noch auf die Strafbank und der ERC versuchte in Überzahl den Siegtreffer zu markieren. Doch die DEG-Defensive und Mathias Niederberger blieben stabil und brachten das Unentschieden über die Zeit.

...dann gelingt Greilinger mit seinem zweiten Streich die Entscheidung.

In der Verlängerung gehörte die ersten Riesenchance der DEG. Von der Strafbank kommend lief Tim Conboy mutterseelenallein auf Pielmeier zu, vermochte es aber nicht den Nationaltorhüter zu besiegen. Letztlich hatten die Bayern dann das glücklichere Ende für sich. Ein Scheibenverlust von Conboy resultierte in einem Schuss von Brandon Buck. Diesen konnte Niederberger noch abwehren, doch am Boden liegend hatte er anschließend gegen den heraneilenden Greilinger keinerlei Abwehrchance. Die Gäste sicherten sich somit den wertvollen Extrapunkt.

Damit findet das bunte Eishockeyjahr 2016 sein Ende. Vieles war gut, manches weniger, 2017 bietet also noch jede Menge rot-gelbes Potenzial. Die DEG-Familie wünscht allen einen guten Rutsch ins neue Jahr, jede Menge Meisterpokale beim Bleigießen und freut sich auf den Eishockey-Jahresauftakt am 3. Januar gegen die Schwenninger Wild Wings (Beginn: 19:30 Uhr). Tickets gibt es wie immer unter www.degtickets.de.

 

(MA)