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"Ich hatte irgendwie nicht damit gerechnet..."

Jeremy Welsh ist ganz sicher einer der spannendsten Neuzugänge für die anstehende Spielzeit. Wir erwischen unseren kanadischen Stürmer aus Bremerhaven in Chicago. Es ist – wie fast immer bei unseren Telefonaten mit nordamerikanischen Spielern – Frühstückszeit im Norden der USA.

Guten Morgen, Jeremy. Bist du ausgeschlafen?

Ja, alles ist gut hier. Ich bin grade auf dem Weg zum Training.

Du machst es also deinen Kollegen, die in Düsseldorf schon fleißig sind, nach. Wieso in Chicago?

Ich habe hier ja eine zeitlang gespielt. Jetzt bin ich eben für ein paar Wochen in Chicago. Vormittags steht immer Training auf dem Programm. Entweder im Fitnessraum oder auch auf dem Eis. Nachmittags treffe ich dann viele alte Freunde und Bekannte wieder.

Warst du denn auch schon zuhause in Kanada?

Noch nicht. Ich war erst für fünf oder sechs Wochen in Charleston, South Carolina. Da ist es einfach wärmer und sie haben einen großartigen Strand. Das brauche ich im Sommer mal. Aber auch da habe ich trainiert. Jetzt eben Chicago und dann fahre ich sicherlich noch für ein paar Tage zu meiner Familie nach Bayfield in Ontario.

Was machst du, wenn du nicht auf dem Eis stehst. Hast du ausgefallene Hobbies?

Mein größtes ist wahrscheinlich Stand up paddle boarding. Das habe ich auch jetzt natürlich dabei. Ein richtig schönes Race-board. Wenn es die Zeit erlaubt, geht es nach dem Training raus an den Strand und rauf aufs Board.

Letzte Saison war deine erste in Europa. Wie waren deine Eindrücke von Bremerhaven, der DEL und Deutschland überhaupt?

Ich war echt überrascht, wie enthusiastisch die Eishockey-Fans in Deutschland sind. Es war eine großartige Atmosphäre in den Stadien. Ich hatte irgendwie nicht damit gerechnet, dass es bei euch auch so viele Fans gibt, die auch wirklich Ahnung vom Sport haben. Das hat mich echt begeistert.

Warst du denn vorher schonmal in Europa?

Ja, aber nicht für Eishockey. In Deutschland war ich noch gar nicht, aber ich habe mal eine kleine Rundreise gemacht. Barcelona, Budapest und so weiter. Nicht wirklich die Eishockey-Hochburgen.

Jetzt die nächste Umstellung. Von Bremerhaven nach Düsseldorf ist schon ein Unterschied. Weißt du schon etwas über deine neue Heimat?

Ich habe bislang nur Gutes gehört. Viele meiner Freunde in Bremerhaven, die schon etwas länger in Deutschland sind, haben mir gratuliert zum Wechsel. Sie haben mir gesagt, dass Düsseldorf eine tolle Stadt ist. Aus meinem neuen Team kenne ich leider noch niemanden persönlich.

Was sind denn deine Ziele – persönlich und mit der DEG?

Ich nehme mir grundsätzlich keine besonderen Scorerwerte vor. Meine Statistik ist mir nicht so wichtig. Ich möchte einfach gut hereinfinden und mit dem Team Erfolg haben. Ich hatte echt gute Gespräche mit Mike Pellegrims. Er hat einen klaren Plan und ich freue mich darauf, in einem Team zu spielen, das genau wissen wird, was es zu tun hat.